DER POKAL FÜR DEN SIEG IN DER TEAMWERTUNG BLEIBT IN WUPPERTAL

WUPPERTAL. Nach mehr als neun Stunden Taekwondo-Formen in der Bayerhalle mit 300 Sportlern aus ganz NRW, die 360 Mal an den Start gingen, fiel das Fazit bei allen Beteiligten rund um positiv aus. Egal ob Teilnehmer, Trainer oder Zuschauer – alle fühlten sich beim 1. Nachwuchs-Turnier Formen der Nordrhein Westfälische Taekwondo Union sichtlich wohl. Das Wohlfühlklima sorgte bei den Hausherren für eine wahre Medaillenflut, denn die insgesamt 65 Bayeraner sammelten 18 Mal Gold, 14 Silbermedaillen und landeten 17 weitere Male auf dem dritten Platz. Souverän sicherte sich der SV Bayer den Sieg in der Mannschaftswertung.

Taekwondo ist olympisch, allerdings nur im Bereich des Vollkontakts. Die sogenannten „Formen“ (Poomsae) sind es nicht. Dass sich diese Sportart dennoch größter Beliebtheit erfreut, davon konnte man sich beim 1. Nachwuchsturnier Formen der NWTU in der Bayerhalle ein gutes Bild machen.

Wettkampfneulinge fanden hier genauso den Weg auf die Matten wie alte Hasen, die bereits mit mehreren Dans dekoriert sind.

Für uns als Verein macht gerade das den Reiz aus. Gemeinsam in einem Team anzutreten, in dem die Erfahrenen den Neulingen mit Rat und Tat zur Seite stehen“, erklärt Thomas Lettner, Abteilungsleiter Taekwondo beim SV Bayer. Wie erfolgreich das beim SV Bayer funktioniert, bewiesen die Schattenkämpfer mit einer enormen Medaillenausbeute. 49 Mal standen Sportler des Ausrichters auf dem Siegertreppchen. „Die Teamwertung bei Turnieren besitzt für uns immer einen ganz besonderen Stellenwert“, erklärt der Abteilungsleiter. Umso mehr freute es ihn und seine Schützlinge, dass sie auch den Pokal in der Teamwertung gewannen.

So sehr bei den Taekwondo-Sportlern des SV Bayer der Teamgeist gelebt wird, oft sind sie auch einfach Konkurrenten. „Es kommt häufig vor, dass man im Synchron oder Paar Seite an Seite antritt, um dann ein paar Minuten später als Konkurrenten in der Einzelwertung aufeinanderzutreffen“, sagt Thomas Lettner. Wobei „aufeinandertreffen“ nur im übertragenden Sinne gilt, denn jedes Synchron-Team, jedes Paar oder auch jeder Einzelsportler läuft seine Form alleine. Die Entscheidung über die Platzierung liegt in den Händen von Kampfrichtern, die Punkte für diese „Schattenkämpfe“ vergeben.

Das ist auch in der Familienklasse nicht anders. Hier gab es nicht nur ein vereinsinternes sondern sogar ein familieninternes SV Bayer-Duell. Papa Andreas Dierichs ging mit Tochter Sina, Mama Susanne mit Sohnemann Jan an den Start. Letztere landeten auf Platz fünf knapp vor der familieninternen Konkurrenz, die siebte wurde.

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