BERGISCH CLASSICS AUF DEM HEBBORNER HOF

Fest für den Pferdesport - Der Reiterverein Hebborner Hof feiert 25-Jähriges – „Bergisch Classics“ vom 16. bis 19. August – Hochklassige Wettbewerbe, Profis im Sattel und große Unterhaltung

BERGISCH GLADBACH. (KV) Eine Atmosphäre wie bei den Bergisch Classics ist einzigartig in der Region“: Matthias Beggerow, Vorsitzender beim Reiterverein Hebborner Hof, muss es wissen. 25 Jahre ist es her, da wurde der Verein aus der Taufe gehoben. Jung geblieben ist der Reiterverein aber bis heute, von den gut 200 Mitgliedern ist die Hälfte jünger als 26 Jahre.

Nur ein Jahr nach der Gründung fand bereits das erste große Sommerturnier in Hebborn statt. Weshalb der Turnierklassiker nach mehr als zwei Jahrzehnten Erfolgsgeschichte längst den Titel „Bergisch Classics“ tragen darf. Peter Lautz, Vizepräsident im Pferdesportverband Rheinland und Hausherr auf dem Hebborner Hof, meldete zuletzt rund 7000 Besucher bei den Turniertagen. Mit 38 Spring- und Dressurwettbewerben, davon neun in der schweren Klasse, zählen die Bergisch Classics zu den bedeutendsten Pferdesportveranstaltungen im Rheinland: Mehr als 700 Teilnehmer – Nachwuchsreiter, Behindertensportler, Amateure und Profis – sowie 1700 Pferde aus ganz Nordrhein-Westfalen und dem Bundesgebiet gehen an den Start.

Die Bergisch Classics bieten an vier Turniertagen vom 16. bis 19. August Programm und Unterhaltung für die ganze Familie: Mit Shop- und Foodmeile, Ponyreiten für Kinder, Sommer-Cocktailbar und verschiedenen Pferdeshows im Reitstadion. Das Publikum erlebt Pferde und Reiter hautnah, immer ganz dicht am Geschehen – an den Abreiteplätzen genauso wie bei den Wettbewerben, die die Besucher von überdachten Tribünenplätzen aus verfolgen können. Zuschauermagnet wird die Sport- und Shownight im Reitstadion mit Schaubildern, Musik und sportlichen Höhepunkten am Samstagabend sein. Spannend bis zuletzt bleiben der Punktekampf mit Joker im Springparcours, wo möglichst keine Stange fallen darf, sowie die Kür der Dressurreiter. Stimmungsvoll wird der Abend, wenn Solotrompeter Lutz Kniep mit der Kutsche einfährt. Er stimmt bekannte Welthits und Partysongs an und bläst zum Mitsingkonzert für alle. Gefeiert wird bis in die Nacht: Sobald der letzte Reiter vom Pferd gestiegen ist, geht die Party im Festzelt weiter.

Wir wollen Reitern und Zuschauern im Jubiläumsjahr ein Pferdefest mit tollem Sport bieten“, kündigt Vereinschef Beggerow an. Viele Aktive im Springsattel nutzen den anspruchsvollen Parcours in Bergisch Gladbach zur Vorbereitung auf nationale und internationale Turnierveranstaltungen. Der Große Preis von Bergisch Gladbach (Sonja-Kill-Gedächtnisspringen) am Sonntag ist ein Springwettbewerb auf S***-Niveau; die Prüfung ist mit 10 000 Euro Preisgeld dotiert. Die Vorbereitung wird am Samstag bei einem S**-Springen ausgetragen. Auch in der Dressur wird hochklassiger Spitzensport geboten. Die Paarungen, die im Dressurviereck von Hebborn am Samstagabend bei Flutlicht zur Kür antreten, zeigen Harmonie zwischen Pferd und Reiter bei Lektionen auf internationalem Niveau.

Kostenloses Parken am Turniergelände. Eintritt am Wochenende: Erwachsene 6 Euro, Jugendliche 4 Euro. Kinder unter 14 Jahren frei; Familienkarte 14 Euro; Dauerkarten ebenfalls vergünstigt. Kostenloses Ponyreiten für Kinder am Samstag und Sonntag

COUNTDOWN FÜR DIE „BERGISCH CLASSICS“

Vom 16. bis 19. August werden mehr als 700 Reiter mit etwa 1700 Pferden beim großen Sommer-Reitevent des RV Hebborner Hof zu Gast sein. Dressur- und Springreiter kämpfen um die Titel und Platzierungen in 38 spannenden Wettbewerben, neun davon in der „Schweren Klasse“ sowie zwei Wettbewerbe für Reiter mit Handicap. Die Veranstalter erwarten mehr als 7000 Besucher an vier Turniertagen. Für viele Pferdeliebhaber ist es das wichtigste Reitsportereignis im Bergischen Land. Höhepunkt ist die Sport- und Shownight am Samstagabend, in diesem Jahr mit Meistern im Voltigieren, Musik bei einem Mitsingkonzert und dem hochklassigen Kür-Finale in der Dressur.

 Die Zuschauer aus dem gesamten Rheinland dürfen sich auf ein interessantes Teilnehmerfeld freuen. Prominente Starter mit internationalen Erfolgen gehen beim Großen Preis von Bergisch Gladbach, der mit 10 000 Euro dotiert ist, in den Springparcours. Der Neuseeländer Daniel Meech macht kurz vor seiner Reise zu den Weltreiterspielen im US-amerikanischen Tryon (11. bis 23. September) einen Stopp in Bergisch Gladbach.

Meech war einst Schüler bei Paul Schockemöhle und ist als Teammitglied der neuseeländischen Nationalmannschaft zweifacher Olympiateilnehmer. In diesem Jahr konnte das Kiwi-Team erstmals den Nationenpreis in Abu Dhabi gewinnen. Bei den Bergisch Classics stellt Daniel Meech sein Erfolgspferd Fine im Parcours vor.

Angreifen will auch Springreiter Bassem Hassan Mohammed aus Katar. Der Nationenpreisreiter wird von dem Niederländer Jan Tops trainiert und ritt für sein Land bereits bei den Olympischen Spielen von Rio. Seinen bisher größten Einzelerfolg erreichte Mohammed, als er mit seiner braunen Stute Victoria den Großen Preis von Monaco, eine Etappe der Global Champions Tour 2014, gewann. Das war der erste Sieg eines arabischen Reiters in einer Wertungsprüfung der Tour. Im selben Jahr gewann er mit der katarischen Mannschaft bei den Asienspielen die Goldmedaille.

Ganz vorn mitreiten will auch der amtierende Rheinische Meister Sebastian Adams von der RSG Niederrhein. Er holte in diesem Jahr in Langenfeld im Sattel von Dree Boeken´s Sandros Roeschen schon zum zweiten Mal Gold und konnte den Großen Preis der Bergisch Classics bereits 2016 gewinnen.

Ein Titelkandidat in der Dressur ist Borja Carrascosa Martinez. Der Spanier ist mit seinen Pferden in Krefeld zu Hause und war mit seinem Nationalteam Fünfter bei den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie. Beim CHIO in Aachen belegte er 2016 beim Concours de Dressage den umjubelten vierten Platz. In Deutschland hat er bisher 27 Siege in der „Schweren Klasse“ vorzuweisen, davon vier in Vier-Sterne-S-Prüfungen.

Auf das Siegertreppchen bei den Dressurreitern will aber auch Paulina Holzknecht. Sie vertritt die Farben des Leichlinger Reitsportteams. Die Vorjahressiegerin beim Großen Dressurpreis der Bergisch Classics holte bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter im französischen Fontainebleau mit ihrem Fuchswallach Wells Fargo  Mannschaftsgold  und wurde Vize-Europameisterin in der Einzelwertung. „Ich freue mich, auf dem Hebborner Hof reiten zu können. Es ist ein perfekt organisiertes Turnier mit einem tollen Ambiente ist. Die Kombination aus Dressur- und Springreiten verleiht dem Turnier eine super Stimmung“, freut sich Holzknecht auf ihren Start.