INTERVIEW MIT CHRISTINA KOEP AUS DEM BUNDESLIGA KOGA LADIES CYCLING TEAM

Christina Koep

BERGHEIM-QUADRATH. Christina Koep studiert in Mönchengladbach auf Master  „Ernährung und Gesundheit“ im  2. Semester.  Seit 2005 fährt sie für den RC Staubwolke Quadrath Radrennen, seit 2012 zusätzlich im Bundesligateam „Koga Ladies Cycling“.

Christina, die erste Saisonhälfte ist vorbei. Welche Erfolge haben Sie in diesem Jahr bisher verbucht?

Ich habe Anfang der Saison einen Sieg in Ahrweiler im Staubwolke-Trikot feiern können. Seitdem warte ich jedoch auf einen weiteren Saisonsieg. Mit zweiten Plätzen bei „Rund um Köln“, in Heinsberg-Oberbruch und Troisdorf-Spich war ich relativ nah dran. Bei der Landesverbandsmeisterschaft auf der  Straße wurde ich Dritte hinter meinen beiden Teamkolleginnen.

Was war das Highlights in der bisherigen Saison?

Ich bin gerade von der internationalen Thüringen-Rundfahrt zurückgekommen. Das waren sieben sehr anspruchsvolle Etappen, bei denen die gesamte Weltspitze, die zu einem großen Teil an den olympischen Spielen teilnimmt, am Start war.  Somit waren die Rennen dort sehr schwer. Ich hoffe, dass ich mir dabei durch die vielen Rennkilometer eine gute Form für die zweite Saisonhälfte geholt habe und noch ein paar Erfolge einfahren kann.

Welche Rennen stehen für dieses Jahr noch auf dem Programm?

Am nächstes Wochenende steht zunächst das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an. Daran habe ich bereits zweimal mit meinem Team, den Koga Ladies, im Viererteam teilgenommen, und es war immer wieder ein Erlebnis. Es ist vor allem schön, dort den Kontakt zu unseren Sponsoren aufnehmen zu können. Am Wochenende danach fahre ich in Cottbus zwei Bundesliga-Rennen. Zudem folgt noch die Deutsche Meisterschaft im Bergfahren und einige kleinere Rennen in NRW, bei denen ich die Staubwolke bestmöglichst vertreten möchte.

Zurzeit ist Ihre Vereinskollegin Ariane Horbach aus den USA in Deutschland unterwegs?

Ja genau, das ist super. Wir freuen uns immer auf die Wochen, in denen sie hier ist und wir gemeinsam Rennen fahren können. Das haben wir natürlich auch in dieser Saison wieder gemacht. Leider wird es wahrscheinlich bis zu ihrer Abreise aber keine gemeinsamen Rennen mehr geben.

Bei Ihnen steht aber nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern auch die berufliche Zukunft?

Ja, das ist sehr wichtig. Mit dem Radsport können die Wenigsten ihr Geld verdienen, vor allem bei den Frauen. Ich habe Anfang des Jahres meinen Bachelorabschluss im Studiengang „Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften“ in Bonn gemacht und gerade mein erstes Semester des Masterstudiums „Ernährung und Gesundheit“ an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach beendet. Da ich mir damit die Basis für meine berufliche Zukunft lege, ist mir das Studium ebenfalls sehr wichtig. Den Radsport mache ich als Ausgleich nebenher, weil es einfach sehr viel Spaß macht. In eineinhalb Jahren sollte ich mit dem Master fertig sein und in die Berufswelt einsteigen.

Haben Sie schon Vorstellungen wie der künftige Beruf aussehen soll?

Ein Traum von mir wäre es natürlich, einen Beruf ausüben zu können, der die Ernährungswissenschaften mit dem Sport verbindet. Ob es dazu kommt, wird sich zeigen!