KNAPPE ENTSCHEIDUNG ÜBER 10 KM

Über 900 Teilnehmer beim zehnten Horremer Abendlauf am Start

K.-HORREM. Das Wetter, die Strecke, die Atmosphäre auf dem Friedrich-Ebert-Platz im Zentrum Horrems, das alles trug zum guten Gelingen des 10. Horremer Abendlaufs bei. Die Organisatoren um Karin und Winfried Dittrich vom SCB Horrem erfuhren viel Lob und Anerkennung. Zu den rund 620 vorangemeldeten Läuferinnen und Läufern kamen am Freitag noch etwa 300 dazu, die sich kurzfristig entschlossen hatten und die Möglichkeit nachzumelden nutzten.

Sie fanden gute Bedingungen vor, für die auch rund 90 Helferinnen und Helfer bei Start und Ziel und auf der Strecke gesorgt hatten. „Der neue Vorstand unseres Vereins hat kräftig mitgeholfen, dass der Lauf ein Erfolg wird. „Mich freut es aber besonders, dass sich auch viele Horremer, die nicht Mitglieder des SCB sind, bereiterklärt haben, mitzuhelfen“, sagte Karin Dittrich, die zwischen den Schülerläufen, dem Jedermannlauf und dem Hauptlauf unermüdlich im Einsatz war.

Für die richtige Stimmung an der Strecke sorgte, wie schon in den Vorjahren, die Gruppe „Ramba-Samba“, die mit ihren Trommeln und Rhythmus-Instrumenten auch den Letzten auf der Strecke noch mit Freude ins Ziel brachte. Schon am Nachmittag kämpften rund 270 Bambini, Schülerinnen und Schüler um die Siegerpreise über 400 und 1500 Meter. Viele der jungen Läufer nahmen aber auch am „Jedermannlauf“ über fünf Kilometer teil, zum Beispiel Colin Pütz aus Horrem, der ansonsten in der C1-Jugend des Horremer SV Fußball spielt. „Es war doch ganz schön anstrengend“, meinte er nach dem Zieleinlauf. Der junge Sportler war zum vierten Mal beim Abendlauf dabei und kam mit der guten Zeit von 21:12 Minuten ins Ziel. Damit gewann er in seiner Altersstufe U14. In der Gesamtwertung kam er als 17. ins Ziel.

Die Luft ist doch etwas drückend, aber es war ein schöner Lauf auf einer guten Strecke“, fasste der Sieger des Fünf-Kilometer-Laufs, Hakim Elmakrini vom Leichtathletikteam der Deutschen Sporthochschule Köln, seine Eindrücke zusammen. „Die Zeit ist o. k.“, meinte der Langstreckler aus der Altersklasse M40, der den Horremer Abendlauf nach einer Trainingspause auch als „guten Einstieg in die Wettkampf-saison“ wertete.

Mit 16:58 Minuten hatte der Kölner im Ziel einen riesigen Vorsprung auf jungen Ben Estler vom KTT 01 Köln, der mit der Zeit von 18:07 Erster in der Klasse M20 wurde. Als Dritter lief über die Fünf-Km-Distanz einer der vielen Hobbyläufer ins Ziel. Oliver Kovalosky (M45) startet für den FC Bayern Fan-Club Bött und legte die Strecke in 18:20 Minuten zurück. Zwei ganz junge Läufer aus dem Rhein-Erft-Kreis belegten die nächsten Plätze im Gesamtklassement der Männer. Tom Remming vom LAV Habbelrath-Grefrath wurde mit der Zeit von 18:59 Minuten Sieger der U16. Maximilian Laub von der LG Donatus Erftstadt kam in 19:13 Minuten ins Ziel und gewann damit bei der U18.

Es ist gut gelaufen. Ich bin sehr zufrieden. Es herrschten angenehme Bedingungen. Insgesamt ist das eine schöne Veranstaltung“, strahlte die schnellste Frau über fünf Kilometer nach dem Zieleinlauf. Franziska Fourné aus dem Kölner A-Team war nach 2015 zum zweiten Mal in Horrem dabei und finishte in guten 18:13 Minuten. Wie schon der Sieger bei den Männern hatte auch sie einen großen Abstand zur Zweitplatzierten, Eva Estler vom Post-SV Tübingen, die in 19:32 Minuten ankam und die Wertung der U20 gewann.

Erstmals beim Abendlauf am Start war Gerrit Kolbe, der mit dem Team des Horremer Nell-Breuning-Berufskollegs an den Start ging. „Die Strecke war für mich noch etwas ungewohnt, aber super“, meinte der Sieger der Klasse M30, der als Zehnter der Gesamtwertung in 20:05 Minuten ins Ziel kam. Kolbe läuft zwar regelmäßig, spielt aber sonst Handball beim Regionalligisten TV Jahn Porz. „Wir haben jetzt Spielpause, und da war das auch eine gute Vorbereitung auf die neue Handballsaison“, meinte der Kölner lachend.

Erfreut war er aber auch über das Abschneiden seiner Schüler vom Berufskolleg. „Die haben sich alle gut geschlagen. Für die jungen Leute ist es wichtig, auch einmal außerhalb der Schule ein gemeinsames Erlebnis zu haben. Insgesamt ist das hier eine schöne Veranstaltung“, fasste Kolbe, der seiner eigenen persönlichen Bestzeit nicht so viel Bedeutung beimessen wollte, zusammen.

Anders als auf der kürzeren Strecke gab es im Hauptlauf über zehn Kilometer eine ganz knappe Entscheidung. Vorjahressieger Maciek Miereczko vom VfB Multisport Erftstadt wiederholte seinen Erfolg, hatte aber mit Andreas Keil-Forneck von der LG Vulkaneifel einen ganz starken Konkurrenten im Nacken. Erst auf der Zielgeraden entschied der Erftstädter den Spurt in 32:18 Minuten gegen den jüngeren Sieger der Klasse M30 für sich. Auf der Uhr trennten die beiden gerade einmal sieben Sekunden. Als Dritter beendete mit Markus Mey (M45) ein Teamkollege des Seriensiegers den Lauf in 33:26 Minuten. Schnellster in der Klasse M20 war Stephan Stranz vom Brühler TV, der in 36:02 Minuten in der Gesamtwertung Fünfter wurde.

Bei den Frauen ging der Gesamtsieg an Annette Reiser (M50), die die zehn Kilometer in 41:34 Minuten bewältigte. Die Kerpenerin Brigitte Kannengießer kam als Zweite der Klasse W30 in 44:22 Minuten vor der Ersten der Klasse W45, Gabriele Bochem vom 1. FC Quadrath-Ichendorf (44,46), ins Ziel.

Gut zehn Minuten länger unterwegs war die Bergheimerin Sabine Müller-Bader, die zum ersten Mal einen Zehn-Kilometer-Lauf mitmachte. „Mal sehen, wie es läuft“, meinte sie auf dem Weg zum Start. Besonders auf den Lauf vorbereitet hatte sie sich nicht. „Nur das normale Lauftraining, das ich regelmäßig mache“, erklärte sie. Als 24. der Gesamtwertung unter 70 Läuferinnen und Fünfte der Klasse W45 kam sie in 54:07 Minuten glücklich ins Ziel. Eigentlich sind das die Leistungen, die den Horremer Abendlauf für alle zu einem Erlebnis werden lassen.

Keine Rolle spielte die Platzierung für Werner Abromeit, der zum sechsten Mal in Horrem dabei war. Der Geschäftsführer des Titelsponsors GVG Rhein-Erft gab den Startschuss ab und reihte sich dann selbst in das wieder in großer Besetzung angetretene GVG-Läu-ferteam ein.

Foto li.: GVG Geschäftsführer Werner Abromeit vor dem Start im Interview

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