JAHRESABSCHLUSS OHNE DRUCK

Teilnehmerrekord beim Silvester-Brezel-Lauf in Bedburg

Bedburg. Josef Valbert vom TVA Balkhausen ist in 63 Jahren nach eigenen Aussagen „bestimmt viermal um die Welt gelaufen“. Den Silvester-Brezel-Lauf der Bedburger Turnvereinigung am letzten Tag des Jahres wollte sich der Kerpener dennoch nicht entgehen lassen. Bei der elften Auflage des Laufs wählte der mit 84 Jahren älteste Teilnehmer die etwas gemütlichere Variante und startete mit der Gruppe der Nordic Walker auf die 5,2 Kilometer lange Runde.
Der Senioren-Europa- und Weltmeister im Duathlon (Radfahren und Laufen) war dabei in guter Gesellschaft. Die Senioren-Marathon-Weltmeisterin der Altersklasse W 70 Helga Miketta vom Birkesdorfer TV war erstmals in Bedburg am Start. Vor dem Jahreswechsel hatte sich die 74-Jährige noch einen Halbmarathon vorgenommen. Die mehrfache Deutsche Seniorenmeisterin im Sprint Hanne Venn aus Bergheim hatte sich für das Walken entschieden.
Frank Dahlhausen aus Bad Godesberg war in Bedburg „fast in jedem Jahr dabei“. Er wollte sich auch dieses Mal unterwegs entscheiden, wie viele Kilometer er beim Lauf über die Kasterer Höhe zurücklegt. Die Streckenführung mit Start und Ziel am Hof der Familie Bremer im Weiler Hohenholz ermöglichte es, sich auch noch während des Laufs für 5,2 oder 10,5 Kilometer sowie zwischen einem Lauf über 15,8 Kilometer und einem Halbmarathon (21 Km) zu entscheiden. Mit diesem Angebot scheinen die Organisatoren um Werner Peters das richtige Maß gefunden zu haben.
Mehr als 400 Läufer am Start
Während Peters die kurze Distanz selbst in Angriff nahm, konnte der Vorsitzende der Bedburger Turnvereinigung, Gerko Siemer, mit 410 gemeldeten Teilnehmern einen neuen Rekord vermelden. Zahlreich vertreten waren auch wieder ganze Familien. Die Spielvereinigung Kirch-/Grottenherten schickte eine starke Jugendmannschaft ins Rennen, und die Jüngsten im Alter von fünf oder sechs Jahren starteten im Team „Waldwichtel“ des Kasterer Kindergartens.
Aus dem benachbarten Stadtteil Königshoven war Jessica Wiese zum Hof Bremer gekommen. „Ich gehe oder laufe, oder beides, wie es gerade passt“, meinte die sportliche junge Frau vor dem Start, die von ihrer Familie animiert worden war, mitzumachen. Im zweiten Jahr beim Silvesterlauf dabei war Norbert Ferfers vom Verein „Lauffreunde Niers“ aus Mönchengladbach. „Das hat im vorigen Jahr viel Spaß gemacht, und die Neujahrsbrezel motiviert ja besonders, ins Ziel zu kommen“, lobte er die „schöne Veranstaltung“.
Bei besten Bedingungen – trocken und Sonnenschein – waren zehn Kilometer Nordic Walking auch für Klaus und Monika Clemens aus Grevenbroich „genau das Richtige zum Jahresende“. Die Eheleute aus der Nachbarstadt waren in Bedburg zum ersten Mal beim Silvesterlauf dabei, legen aber regelmäßig zweimal in der Woche jeweils acht bis 13 Kilometer zurück. Begrüßt wurde von fast allen, dass beim Silvesterlauf auf die Zeitnahme und ein Ranking verzichtet wurde. Am letzten Tag des Jahres wollten sich auch die Sportler nicht mehr unter Zeitdruck bringen lassen.