ERFOLGE FÜR ENGLISCHE GÄSTE

WM-Dritte besucht das Jugend-Fechtturnier des TSV Kenten

BERGHEIM. „Es ist beeindruckend, welch eine beliebte Veranstaltung aus dem Kentener Krokodil Cup geworden ist“, freute sich Ortsbürgermeister Heinz Junggeburth in seinem Grußwort zur zehnten Auflage des Säbelfechtturniers für Schüler und Jugendliche. Das Turnier um den „Krokodil Cup“ des TSV Kenten ist, so der Leiter der Fechtabteilung, Wolfgang Kraus, zu einem festen Bestandteil im Terminkalender des Rheinischen Fechterbundes geworden.

Mit 153 Meldungen fand das Turnier noch mehr Interesse als erwartet. Hinzu kamen 14 Kinder, die sich in einem Wettbewerb für Anfänger und Bambini vorstellten. Unter anderen konnte Kraus in der Sporthalle des Bergheimer Gutenberg-Gymnasiums junge Säbelfechter aus England, Belgien, den Niederlanden und der Türkei begrüßen. Aus den deutschen Fechthochburgen waren unter anderen Nachwuchsfechter aus Künzelsau, Mainz, Pforzheim, Wetzlar, Eislingen und Koblenz dabei. Stark vertreten waren in allen Klassen auch die „Meister von morgen“ aus dem benachbarten Dormagen.

Auf zwölf Bahnen in der Großsporthalle und vier weiteren in der angrenzenden Turnhalle wurde beherzt um Treffer und Platzierungen gefochten. „Das ist hier ein schöner Austragungsort und eine nette Atmosphäre. Das hat man nicht immer so“, urteilte eine Zuschauerin aus Dormagen, die gespannt den Auftritt ihres Sohnes verfolgte. Für die Dormagener war es fast ein Heimspiel.

Prominente Unterstützung erhielten die jungen Dormagener Säbelfechter durch Stefanie Kubissa. Die frühere WM-Teilnehmerin (2001 Bronze mit der Mannschaft) und Mannschafts-Europameisterin begann ihre Sportkarriere beim TSV Kenten. Als eine der ersten deutschen Frauen war die heute 33-Jährige im bis dahin von Deutschen Fechterbund etwas stiefmütterlich behandelten Säbelfechten für Frauen international erfolgreich.

Ich komme immer wieder gerne zu meinem Heimatverein und freue mich, wenn ich alte Bekannte treffe“, sagte die zehnfache Deutsche Meisterin, die zwar nicht mehr aktiv auf die Planche geht, aber weiterhin Mitglied beim TSV Bayer Dormagen ist. Nach ihrer Zeit als Sportsoldatin studiert die heute in Köln lebende Bergheimerin Sportmanagement an der Deutschen Sporthochschule.

Dass sie „weit vorne“ landen würde, hatte sich Christina Büchner schon ausgerechnet. Dass sie am Ende aber ganz oben auf dem Podest stehen würde, war für die junge Nürnbergerin dann doch eine Überraschung. Die für den FC Künzelsau fechtende Jugendliche ist seit 2014 dabei.

Mit dem 13. Platz zufrieden“ war der B-Jugendliche Hannes Franken vom FSV Mülheim/Ruhr. „Das ist echt gut hier, ein schönes, gut organisiertes Turnier, und die Leute sind freundlich. Das gefällt mir“, lobte der junge Mann aus dem Ruhrgebiet.

Den Turniersieg bei der männlichen Jugend B holte sich der Belgier Nand Prosse vor Tristan Teichner vom TV Ratingen und dem Führenden in der Nordrhein-Rangliste U14, Philipp-Bernd Methner vom TSV Bayer Dormagen. Bei der weiblichen Jugend B, Jahrgang 2005, ging der Siegerpokal an die Dritte der württembergischen Rangliste U13, Lena Stemper vom FC Künzelsau.

Einen Doppelsieg für die Gäste aus England feierten Nathan Taylor und Alex Lister vom Marshall Fencing Club im Wettbewerb der Schüler, Jahrgang 2006. Und auch bei dem jüngeren Jahrgang stand am Ende mit Jake Bacon ein Brite als Erster auf dem Podest. Jana Kus vom FC Künzelsau holte sich den Turniersieg bei den Schülerinnen, Jahrgang 2007.

Keine vorderen Plätze konnte Abteilungsleiter Kraus von der eigenen Jugend des TSV Kenten erwarten. „Wir sind zur Zeit im Umbruch, aber gut dabei“, erklärte Kraus. Bei den Schülern, Jahrgang 2008, schaffte Benjamin Weber als Dritter den Sprung aufs Siegertreppchen. Lars Kabiersch wurde bei den Jüngsten guter Fünfter.